Die Gesetzeslage in Deutschland

Religiöse Gleichbehandlung unterliegt in Deutschland einerseits dem staatlichen Recht und andererseits kircheninternen Regelungen.

Zu den staatlichen Regelungen bezüglich des Gleichbehandlungsschutzes gehören das Grundgesetz (GG) und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Das Grundgesetz regelt das Verhältnis zwischen Bürger_in und Staat und verbrieft ein Recht auf Gleichbehandlung sowie ein Abwehrrecht gegen staatliche Eingriffe. Parallel dazu garantiert das Grundgesetz den Kirchen ein Selbstbestimmungsrecht. Das AGG regelt die Beziehung zwischen Privatpersonen untereinander und verbietet Diskriminierung wegen der Religion oder Weltanschauung.

Wegen ihres Selbstbestimmungsrechtes können die christlichen Kirchen ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken der für alle geltenden Gesetze ordnen und verwalten. Dafür haben sie kircheninterne Richtlinien erlassen.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011