Homosexualität und eingetragene Lebenspartnerschaft

Hier finden Sie die Organisation 'Homosexualität und Kirche'.

Die katholische Kirche lehnt Homosexualität bislang generell ab. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften von Mitarbeiter_innen sind für sie nicht akzeptabel. In einer Erklärung des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz von Juni 2002 wird dargelegt, dass katholische Mitarbeiter_innen, die in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft leben, gegen die geltende Loyalitätsobliegenheit der katholischen Kirche verstoßen und somit zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses führt. Ein Urteil zum Fall einer homosexuellen Mitarbeiterin eines durch die Caritas geführten Kindergartens illustriert die bisherige Praxis.

Aufgrund der Äußerung des Papstes im Jahr 2013‚ über einen Homosexuellen, der Gott suche und ein Mensch guten Willens sei, könne er nicht den Stab brechen: „Wer bin ich, ihn zu verurteilen“, scheint die katholische Kirche von ihrer bisherigen Einschätzung langsam abzuweichen. Der Vizepräsident des Deutschen Caritasverbandes hat vorgeschlagen, Homosexualität nicht mehr als Loyalitätsbruch und Kündigungsgrund anzusehen. Allerdings gilt dieser Vorschlag aus seiner Sicht nur für verkündungsferne Berufe.

Evangelische Arbeitgeber_innen akzeptieren Homosexualität ihrer Mitarbeiter_innen und sehen in der sexuellen Identität keinen Loyalitätsbruch.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011