Transparenz, Verantwortlichkeit und Wiederaufbau von Vertrauen in die Polizei

„Seit der Veröffentlichung des Berichts über die Stephen Lawrence-Ermittlungen im Jahr 1999 hat die Metropolitan Police einen enormen Wandel vollzogen und erhebliche Verbesserungen in der Polizeiarbeit, in der Beteiligung der Zivilgesellschaft und in der beruflichen Weiterbildung eingeführt. Dies macht uns zu einer effizienteren und qualifizierteren Polizei.“
Metropolitan Police Service

Das Versagen der Polizei in Fällen wie dem Mord an Stephen Lawrence hat dazu geführt, dass viele Schwarze und ethnische Minderheiten das Vertrauen in die Polizei verloren haben. Diese Reihe von Handlungsempfehlungen wurde formuliert, um das Vertrauen in die Polizei zurückzugewinnen.

Um weitere Informationen zu jeder einzelnen der ausgewählten Handlungsempfehlung und der Frage, wie die britische Polizei diese umgesetzt hat, abzurufen, klicken Sie bitte auf die Links.

5. Dass Grundsätze und Standards ähnlich [...] auf die Überprüfung der Polizeiarbeit angewendet werden müssen, um die Standards für Leistung und Qualität der Polizeiarbeit durch regelmäßige Überprüfung, öffentliche Berichterstattung und fundierte unabhängige Beratung zu verbessern.

11. Dass die volle Kraft des ‚Gesetzes zur Beziehung zwischen den „Rassen“’ für alle Polizist_innen gelten muss und dass Vorgesetzte für die Handlungen und Unterlassungen ihrer Polizeibeamt_innen in Bezug auf diese Regelung stellvertretend haftbar gemacht werden müssen.

Die Metropolitan Police hat Ideen und Methoden entwickelt, um Diversity und Gleichbehandlung innerhalb der Gesellschaft durch: die Erstellung einer Gleichbehandlungs- und Diversity-Strategie, durch Gleichbehandlungszielsetzungen und Informationsmaterialien zur Gleichbehandlung sowie durch gesellschaftliches Engagement und Konsultierungen zu befördern.

Seit dem Macpherson Bericht bekommen die Polizist_innen Ausbildung, sodass sie in die Lage versetzt werden, angemessen auf Situationen eingehen zu können. Wenn ein Hassverbrechen sehr schwerwiegend ist, wird der entsprechende Stadtteil durch die „Proaktive Einheit“ (pro-active squad) unterstützt, welche auf diese Form von Kriminalität spezialisiert ist. Außerdem hat sich die Definition von Hassverbrechen weiter entwickelt und umfasst jetzt nicht nur rassistische Übergriffe, sondern auch Übergriffe und Diskriminierungen aufgrund von Behinderung oder Alter, Homophobie und Transphobie. Dies bedeutet, dass weitere Gruppen unter dem Begriff Hassverbrechen abgedeckt werden.

Für die Zivilgesellschaft oder Gruppen, die von Hasskriminalität betroffen sind, ist es jetzt möglich, an einer gesellschaftlichen Analyse des Sachverhaltes mitzuwirken. Diese ist für die Polizei bei ihren Entscheidungen wichtig geworden. Sie versucht ihre eigene Folgenabschätzung mit der der Zivilgesellschaft in Einklang zu bringen.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011