Polizeiliche und gerichtliche Verfolgung von rassistischen Straftaten

“Durch den Bericht hat die MPS ihre Ermittlungen von Morden durch den Einsatz von besonders ausgebildeten Spezialeinheiten und die Zusammenarbeit mit den Communitys und die Einbindung der Familien enorm verbessert.“

Metropolitan Police (MPS)

Die Ermittlungen im Mordfall Stephen Lawrence schienen von Anbeginn schlecht durchgeführt worden zu sein. Während der Untersuchung erkannte die Polizei nicht an, dass es sich um eine nicht-provozierte rassistische Tat handelte, gleichwohl Zeug_innen das Gegenteil aussagten. Die Ablehnung der Polizei, andere Motivationen zu erkennen, bedeutete, dass sie zentrale Ermittlungsmöglichkeiten missachteten. Im Stephen Lawrence Fall dauerte es bis 2012 bis die Mörder für ihre Tat verurteilt wurden; 19 Jahre nach der Tat.  

Hier finden sie Hintergrundmaterialien zu Empfehlungen aus dem Macpherson Bericht bezüglich der Ermittlungen und Verurteilung von rassistisch motivierten Straftaten.

34. Dass die Polizei und der CPS (Crown Prosecution Service), (Staatsanwaltschaft) sicherstellen sollte, dass zu allen Stufen der Verurteilung eine Analyse vorgenommen wird, ob eine rassistische Motivation bei der Straftat vorgelegen hat. Es ist im Besonderen die Aufgab des CPS abzusichern, dass solche Beweismittel sowohl bei der Verhandlung als auch bei der Strafbemessung berücksichtigt werden […].

36. Dass der CPS (Crown Prosecution Service) die Pflicht hat, die Opfer und ihre Familien zügig und mit der gebotenen Sensibilität über eine Einstellung des Verfahrens zu benachrichtigen, besonders dann wenn es sich um eine rassistische Straftat handelt.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011