Datenspeicherung rassistischer Straftaten

„Die allgemeinen Ausbildungsgänge für Kriminalbeamten der Grade Constable, Sergeant und Inspector beinhalten viele Module, die bei der Stephen Lawrence Untersuchung problematisch waren, ins Besondere Entscheidungsbefugnisse der Beamten und ihre Protokollierung, Tatort- und Beweismittelsicherung, Kontakt mit der Familie des Opfers, Nutzung von Geheimdienstdaten, Pressekontakte, Auswirkungen auf die Communitys, Mediation, Untersuchung von Hasskriminalität.“

Der Standardisierte Handlungsrahmen bei hassmotivierten Straftaten der Metropolitan Police (MET) in ihrer 4. Ausgabe bieten der Polizei in Fällen von hassmotivierter Gewalt sowohl Orientierung wie sie vorgehen soll als auch Ermittlungsstandards an.

Straftatdaten werden nun in den Informationssystemen CRIS (Crime recording Information System) als auch in CrimInt (Crime Inteligence) erfasst. Der Bericht beschreibt außerdem, dass Datenerfassungsstandards regelmäßig überprüft werden.

Das ‘Violence Crime Directorate Community Safety Unit’ (CSU) Service Delivery Team arbeitet an der Qualitätssicherung von polizeilichen Untersuchungen von Hasskriminalität und gewährleisten Rückmeldung von diesen Untersuchungen an die CSU.

Der MPS (Metropolitan Police Service) Straftatserfassungsüberblickgruppe (Crime Recording Oversight Group) stellen sicher, dass die Einheiten (Operational Command Units, OCUs) die nationalen Richtlinien zur Erfassung von Straftaten (NCRS) und Datenerfassungsstandards angemessen umgesetzt werden. 

Die MET bietet außerdem Hinweise wie Daten zu haßmotivierten Straftaten erfasst werden sollen.

Das Holmes IT System erfasst Ermittlungsinformationen und bietet Orientierung und Informationen wie Ermittlungsnotizen, die von Beamt_innen während der Ermittlungen erstellt werden, gehandhabt und abgespeichert werden sollen. Die ‚National Policing Improvement Agency’ (NPIA, Nationale Agentur zur Verbesserung der Polizeiarbeit) bietet eine Einführung in die Nutzung des Holmes IT Systems auf ihrer Webseite an.

Das Gesetz zu den Verfahren bei Kriminalermittlungen (The Criminal Proceedings Investigations Act) aus 1996 regelt die Aufbewahrung von Gerichtsakten von Strafverfahren. Ein Grundsatzpapier des Metropolitan Police Service führt aus dass unter normalen Umständen Akten für 6 Jahre aufbewahrt werden müssen. Bei schwerwiegenden Straftaten wie rassistischen motivierten Morden oder Sexualverbrechen werden solche Akten über einen längeren Zeitraum archiviert.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011