Zielquoten bei Einstellungsverfahren

„[...] Wir (haben) jetzt dreieinhalb mal so viele BME-Polizisten als im Jahr 1999. [...] Fast 9% (2.700) unserer Polizisten haben einen BME-Hintergrund, verglichen mit nur 3,4% (779) im Jahr 1999. (Im Jahr 2009) waren fast 20% unserer neu eingestellten Polizisten solche mit BME-Hintergrund, [...]“

Metropolitan Police Service

Das Innenministerium hatte sich zum Ziel gesetzt bis 2009, dass 7% der Polizist_innen in ganz Großbritannien einen ethnischen Hintergrund (black or ethnic background, BME) aufweisen sollten. Im seinem Bericht „Der Macpherson Report, 10 Jahre danach“ sagt das britische Unterhaus, dass der Anteil der Polizist_innen mit BME-Hintergrund bis zum Ende des Jahres 2008 von 2% auf 4,1% gestiegen sei. Bei den Neueinstellungen sind allerdings tatsächlich 7% Polizist_innen mit BME-Hintergründen innerhalb des Landes zu verzeichnen. Bei der Metropolitan Police sind es sogar 20%.

Die britische Polizei verfügt über ein umfangreiches Monitoring-System und ist somit in der Lage zu wissen, wie viele BME-Polizist_innen in höheren Positionen tätig sind und wie lange sie im Polizeidienst verbleiben. Diese Zahlen zeigen, dass deutlich weniger BME-Polizist_innen in den höheren Positionen vorzufinden sind als solche ohne BME-Hintergrund. Die Zahlen zeigen außerdem, dass BME-Polizist_innen nur für kürzere Zeiträume im Polizeidienst verbleiben als ihre Nicht-BME-Kolleg_innen. Beide Beispielen indizieren, dass völlige  Chancengleichheit noch nicht gewährleistet ist, die jedoch angegangen werden muss.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011