Bearbeitung von institutioneller Diskriminierung in der Schule

„Mit dem Modellvorhaben wird nach Möglichkeiten gesucht, um Formen von Diskriminierung zu erfassen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Es besteht durch das Projekt die große Chance, sowohl vorhandene Ansätze des Diskriminierungsschutzes bekannt zu machen als auch bedürfnisgerechte Lösungsstrategien abzuleiten“,

- Zitat der Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

Institutionelle Formen von Diskriminierung finden sich auch in Schulen. Laut Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes fühlt sich ein Viertel der Schüler_innen mit Zuwanderungsgeschichte in der Schule diskriminiert. Dabei handelt es sich nicht nur um individuelle Diskriminierung, sondern auch um Formen institutioneller Diskriminierung, z. B. bei der geringeren Empfehlung an weiterführende Schulen bei gleicher Leistung. Um einen diskriminierungsfreien Schulalltag zu gewährleisten, bietet die Organisation LIFE e.V. im Rahmen eines Modellprojektes eine unabhängige Anlauf- und Beschwerdestelle in Berlin an, an die sich Betroffene wenden können.

Mehr über die „Anlaufstelle Antidiskriminierung und Diversity an Schulen“ finden Sie hier.

Über individuelle Ausgrenzungen hinaus muss beobachtet werden, wie institutionelle Formen von Diskriminierung in der Schule wahrgenommen, analysiert und zielführend und nachhaltig bearbeitet werden können. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt in Deutschland leider weitgehend unklar.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011