Urteil des AG München vom 17.12.2014

In verschiedenen Pressemeldungen wurde der Fall aufgegriffen. Hier sowie hier können Sie Artikel zum Urteil einsehen.

Bei einer Klage vor dem Amtsgericht München am 17.12.2014 verlangte ein Mann, der aus Burkina Faso stammt, von einer Münchener Diskothek, dass sie es zu unterlassen habe, ihm aufgrund seiner Hautfarbe den Einlass in die Diskothek zu verweigern.

Der Kläger hatte gemeinsam mit Mitgliedern des Münchener Ausländerbeirats im Rahmen eines sogenannten „Testing-Verfahrens“ an diesem Abend versucht, Zutritt zu verschiedenen Clubs in München zu erhalten, um rassistische Einlasspraxen der Diskotheken zu dokumentieren. Dabei versuchte der Kläger in insgesamt 25 Clubs eingelassen zu werden. Ihm wurde jedoch nur fünfmal der Zutritt gewährt.

Das Gericht kam zu dem Entschluss, dass ihm der Zutritt zur dieser einen spezifischen Diskothek aufgrund seiner ethnischen Herkunft verweigert wurde. Es verurteilte diese dazu, dem Kläger 500 € Schmerzensgeld  als Entschädigung zu zahlen und seine Anwaltskosten zu übernehmen. 

Zuvor wurde eine Klage des Klägers wegen Diskriminierung vom Amtsgericht München abgewiesen. Hier finden Sie mehr zu diesem Fall.

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