Klage in Bremen

Hier finden Sie das Urteil des Amtsgerichts Bremen.

Am 20.12.2009 ging der Kläger mit drei weiteren Personen zu der beklagten Diskothek. Während einer Begleitperson der Zutritt gewährt wurde, wurde der Kläger direkt abgewiesen.  Er war der Meinung, dies sei aufgrund seiner Hautfarbe geschehen.

Die Beklagte behauptete, der Kläger sei nicht wegen seiner Hautfarbe abgewiesen worden, sondern weil die Bekleidung des Klägers für diesen Abend nicht den Voraussetzungen für den Zutritt zur Edeldiskothek entsprochen habe. Der Kläger sei im sogenannten Hipp-Hopp-Style erschienen, was in punkto Kleidung eben nicht der Zielgruppe der Diskothek entspreche.

Die Zeugen haben jedoch übereinstimmend bekundet, dass der Kläger schick gekleidet war und nicht etwa - wie von der Beklagten behauptet - im Hip-Hop-Style. Das Gericht gelangte zu der Überzeugung, dem Kläger sei nicht allein aufgrund seiner Kleidung der Zutritt verwehrt worden, sondern aufgrund seiner Hautfarbe.

Im Urteil verhängte das Amtsgericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 300 €.

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