Behandlung von Adipositas-Betroffenen

Laut adipöser Menschen sind Ärzt_innen die zweithäufigsten Verursacher_innen von Diskriminierung.

Eine Stigmatisierung von adipösen Menschen im Gesundheitswesen ist weit verbreitet. Die häufigsten Vorurteile sind, dass sie faul, willensschwach und unhygienisch seien. Nur wegen ihres Mangels an Disziplin und Selbstbeherrschung würden sie nicht abnehmen. Die Stigmatisierung beeinflusst auch den Umgang der Ärzt_innen mit ihren Patient_innen. Adipöse Patient_innen erhalten durchschnittlich weniger Behandlungszeit als normalgewichtige Patient_innen. Aus Scham, Angst vor Diskriminierung und vor Stigmatisierung meiden adipöse Patient_innen ärztliche Behandlungen. Dies ist besonders gefährlich, wenn dadurch Krankheiten nicht rechtzeitig behandelt werden.

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