Diskriminierung in verschiedenen Lebensbereichen

Eine Forschung der Antidiskriminierungsstelle hat ergeben, dass vor allem Menschen mit einer visuell wahrnehmbaren chronischen Erkrankung und/oder einer Erkrankung mit einem Stigma von Benachteiligungen betroffen sind, insbesondere im Arbeitsleben und bei Versicherungsdienstleistungen. Am häufigsten wird von Benachteiligungs- und Diskriminierungsvorfällen von Menschen mit HIV/Aids oder Adipositas berichtet.

Es gibt kaum repräsentative Daten über Diskriminierungserfahrungen aufgrund chronischer Krankheiten. Allerdings sprechen sich Betroffene über die Benachteiligungen, die sie erfahren, beispielsweise bei Beratungsstellen oder Betroffenenverbänden aus. Aus diesen Berichten geht hervor, dass Menschen die unter einer HIV-Infektion, psychischen Krankheiten oder Adipositas leiden, Diskriminierung im Alltag erfahren. Diskriminierung kann chronisch Kranken überall begegnen.

Wenn sie innerhalb bestimmter rechtlicher Beziehungen stattfindet wie im Arbeitswesen, im Versicherungswesen, im Bildungsbereich,  im Gesundheitswesen oder am Wohnungsmarkt, kann ihr ggf. mit rechtlichen Mitteln entgegnet werden.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011